31. August 2016

Projekt Heimatverliebt - Orte zum Verlieben in Thüringen

Für mich ist Thüringen ein einziger großer Ort zum Verlieben. Es gibt so viele wunderschöne Stellen, Seen, Wälder, Wanderwege und beeindruckende Aussichtspunkte, dass es ersichtlich schwierig ist, meine liebsten auszuwählen. Nicht ohne Grund ist mein Heimatbundesland auch als "Das Grüne Herz Deutschlands" bekannt - und ganz genau das macht es für mich so besonders, gepaart mit so wunderschönen Orten, die Besuche dessen schlichtweg einzigartig machen.

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1 - Der Inselsberg

Nur unweit entfernt und stets einen Blick auf die Bergspitze gerichtet aufwachsend kann ich mich glücklich schätzen, eine solch tolle Umgebung als meine prägende Heimat bezeichnen zu können. Der Inselsberg mag mit gut 916m nicht der größte aller Berge sein, nicht einmal Thüringens, dennoch erfreut er sich zahlreicher Besucher, Wanderer und Genießer. Allein ein Blick auf jene Walderhöhung lässt mein Herz einen fröhlichen Hüpfer machen - der Inselsberg ist mein persönliches Wahrzeichen Thüringens, welches mir die Landstraße entlang fahrend das Gefühl gibt, zuhause zu sein. Mein geliebtes Stück Heimat.

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Ganz auf der Spitze angekommen hat man eine grandiose Sicht auf Wald, umliegende Städte und Dörfer sowie ganz viel Grün. Erst kürzlich war ich zum Fotografieren und für ein Event oben - und schließe mich gerne allen Touristen, Wiederkehrern und weiteren Heimatverliebten an: es ist schlichtweg so unglaublich schön. Ganz gleich ob es die höchste Stelle, umliegende Erhöhungen oder gar die Fahrt über den Berg ist. Es erweckt in mir immer wieder ein vollkommen wohliges Gefühl.

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2 - Petersberg, Erfurt

Nur unwesentlich weniger Grün - dafür aber umso mehr Stadt! Der Petersberg ist eine 231m hohe Erhebung mitten in der Erfurter Altstadt, ein perfekter Ausblick über Thüringens Hauptstadt sowie eine grandiose Rückzugsoase. UND, ebenfalls nicht zu verachten; Austragungsort zahlreicher Veranstaltungen. Wie zum Beispiel des super spontanen Konzerts von Clueso und Freunden Pfingsten 2013, worüber ihr hier mehr von mir lesen könnt.

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Doch nicht nur Geschichte, dank der sich dort befindenden Zitadelle, Erholung und Ausblicke (der auf den Dom ist der beste!) kann der Petersberg bieten, ha, nein, noch viel mehr! Absolut, auf keinen Fall und definitiv ganz und gar nicht verschwiegen werden darf die wunderbare, beeindruckend hohe und lange Schaukel direkt auf dem Berg. Nicht nur, dass es einen riesigen Spaß macht (kommt, jeder schaukelt gerne!) und tolle Fotogelegenheiten bietet - es verschafft zusätzlich einen noch besseren Überblick über Erfurt. Ich war beim ersten Mal verliebt und bin es noch heute! Wenn die Schaukel von Kindern belegt ist, einfach böse Blicke zuwerfen. Ist ja immerhin für groß und klein.

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3 - Bergsee, Ebertswiese Floh-Seligenthal


Hohenfelden, Wangenheim, Lütschetalsperre - Thüringen hat so einige namhafte und weniger bekanntere, einladende und wunderschöne Gewässer zu bieten. Groß und klein, gut besucht oder eher privat; ganz besonders Wanderer kommen bei uns bestens auf ihre Kosten. Doch mein bisher ungeschlagener Favorit ist der Bergsee auf der Ebertswiese im kleinen Örtchen Floh-Seligenthal.

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Als Teil des Rennsteigs bietet die Ebertswiese ganz klar eine wunderschöne, idyllische Umgebung. Allgemein ist alles um den Bergsee eine einzige große Idylle - unzählige Bäume, der tolle, klare Bergsee, viel Wiese mit schattigen und sonnigen Plätzen, Klippen, die waghalsige Besucher nehmen um in den See zu springen,... Da kann man sich doch nur verlieben, oder? Ich bin es jedenfalls - ziemlich doll sogar. Kühles Nass, gutes Essen und top Wetter, dann noch geliebte Menschen dabei und der Tag ist perfekt.

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Ich bin heimatverliebt! Ihr auch? Wer zunächst mehr über das Projekt erfahren möchte, schaut am besten hier beim Einführungspost vorbei. Der wichtigste Teil: nicht nur ich möchte die Orte, in die ich ziemlich verknallt bin präsentieren, sondern auch andere tolle Blogger nutzten das Motto des Monats "Orte zum Verlieben" um uns wunderschöne Plätze der eigenen Heimat zu präsentieren. Schaut unbedingt einmal vorbei!

Für September bin ich schon unheimlich neugierig auf all die wunderbaren Anregungen, die ihr so auf Lager habt, denn das kommende Thema lautet "Travelguides" - als Cityguide oder für eine größere Region; ich bin gespannt auf eure Tipps!

Ihr könnt nun unten stehend die Gelegenheit nutzen, um eure Beiträge zum Heimatverliebt Thema "Orte zum Verlieben" mit der Welt zu teilen. Auf dass wir uns alle ebenso sehr verlieben! Einfach den zum Post gehörigen Link und passenden Titel (z.B. Link Title: (Wonderblue:) Orte zum Verlieben in Thüringen und den zum Beitrag zugehörigen Link, bestenfalls gebt ihr also die vorgestellte Heimat an) angeben, ganz viel Spaß & ich bin tierisch gespannt auf September!


Kanntet ihr einen meiner Orte zum Verlieben? Verratet mir auch gerne eure!

25. August 2016

{A North-American journey} Eine Woche in Montreal - Travelguide

Heute nehme ich euch mit - auf unsere Reise durch Montreal vergangenen Jahres. Eine Woche lang gutes Essen, tolle Kultur, Entspannung, Natur und jede Menge Eichhörnchen! Also - seid ihr bereit, Tickets parat? Dann können wir starten! Los geht's am Flughafen von Orlando, unserem vorherigen Aufenthaltsort, zum Pierre-Elliott-Trudeau Flughafen in Montreal.

orlandotomontrealmeer 

Mittwoch, der 29. Juli 2015

05:47 Uhr - allmählich machen wir uns auf den Weg zu unserem Gate, mehr oder weniger bereit, Orlando hinter uns zu lassen. Die Zeit war viel zu kurz! Doch die Vorfreude auf ein weiteres Land, eine neue Stadt, noch mehr Abenteuer ist umso größer. Montreal - wir sind bereit für dich und für einen weiteren Lebenstraum, der somit in Erfüllung gehen wird: das wunderbare Kanada entdecken!

10:48 Uhr laufen wir die ersten Schritte entlang des Flughafens auf kanadischem Boden. Der Flug mit Air Canada Rouge war kurz und entspannt, bat mir Möglichkeit, ein paar Einträge für mein Reisetagebuch nachzuholen. 

Das Gepäck war ebenso fix gefunden wie der nächste Automat, der uns für die kommenden Tage unseren Begleiter bereitstellen sollte - die Opus Card. Diese gilt für alle Tickets im STM Bereich und ist daher unerlässlich, um mit Bus und Metro reisen zu können (auch wenn in Montreal vieles zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen ist!). Man lädt die Karte mit mind. 1 Fahrt auf ($3,25) und spart es sich so folgend, immer wieder neue Tickets zu kaufen. Mehr Infos & Preisangaben findet ihr hier, für eine Woche bezahlten wir $25,75 - absolut in Ordnung!

Übrigens - mein 'Startkapital' ließ ich in Deutschland direkt umtauschen, das erspart einem erheblich die Umtauschgebühren. Als zum Schluss noch etwas fehlte, konnte ich problemlos an einem Automaten abheben, für nur wenige Dollar Gebühr. Der kanadische Dollar (nicht zu verwechseln mit der US-Währung!) kostet aktuell ca. 0,69€ - sollte man bei den ohnehin recht niedrigen, folgenden Preisen nicht außer Acht lassen. Montreal ist definitiv bezahlbar!
 opus karte für metro montreal
metro montreal kanada
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Gegen 15 Uhr erreichen wir dann endlich (nach einer kleinen Verirrung, ehem) unser Apartment direkt am Park La Fontaine. Die Hausherren bringen noch die letzten Perfektionen zum Vorschein und begrüßen uns in all ihrer Freundlichkeit. Das Apartment selbst ist umwerfend! Die Besitzer des Hauses äußerst zuvorkommend und freundlich, haben extra einiges bereitgestellt und versorgen uns mit super tollen Tipps und Informationen über die Stadt. Die Unterhaltungen sind sehr angenehm und interessant, die Gastfreundlichkeit und Freude an dem, was sie tun, deutlich spürbar. Gerne wieder! Das Apartment besitzt alles, was man benötigt, plus eine eigene Terrasse mit Grill, ein super modernes Bad und einen TV mit allen möglichen Funktionen.

Via Expedia buchten wir dieses Apartment (von drei angebotenen) für 530€ (acht Tage) - das Apartment ist Nichtraucher, Parken ist möglich und WLAN inklusive.

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Nachdem ich einige Stunden in Parc La Fontaine direkt nebenan mit Postkarten schreiben, Eichhörnchen beobachten und entspannen verbrachte, machten wir uns - auf Empfehlung der Hausherren - auf den Weg ins Bistro Tôt ou Tard unmittelbar an der Kreuzung, nur wenige Schritte von unserem Apartment entfernt, um unser erstes Abendessen in Montreal einzunehmen. Sandwiches, Pasta, Pizza, Burger, Salate, Wraps und Moules - es lässt kaum Wünsche offen!

Bistro Tôt ou Tard, 1030 Rue Cherrier, Montreal - 4/5 Sterne Yelp, 4,5/5 Sterne Tripadvisor
 Montreal Park Jean Drapeau Bistro Tôt ou tard

Donnerstag, der 30. Juli 2015

Tyrolienne MTL Zipline - das erste Mal Ziplining für mich, und dann direkt am Hafen von Montreal. Keine unglaublichen Höhen, Aussichten oder Schluchten; aber dennoch ein einzigartiges Gefühl, über den Bassin Bonsecours, ein Teil des Sankt-Lorenz Stroms, in hoher Geschwindigkeit zu brettern. Aber für den Preis kann man, für ein so tolles Erlebnis, nicht viel falsch machen!

Tyrolienne MTL Zipline, Hangar 16, 363 Rue de la Commune E - Erw. $19,99, Kinder $16,99

Ohne Titel

Der Tag hatte zuvor schon deutlich positiv begonnen - mit einem wenig nahrhaften, aber umso mehr leckeren 'Frühstück' bestehend aus Plunderteilen, Muffins & Co. aus dem nahe gelegenen Supermarkt. Folgend wurde die Stadt erkundet - erste Anlaufstelle war die bekannte Rue St. Catherine, die bekannteste Einkaufsstraße mit all den pinken Bällchen. Dort gibt es ansonsten übrigens auch tolle Cafés und Restaurants! Bis wir zu der spontanen Entscheidung kamen, den Zipline Versuch zu wagen, haben wir auf unserem etwas ausgeweiteten Spaziergang einiges von der Stadt gesehen - und uns natürlich partout in Old Montreal und den alten Hafen schockverliebt! Ich kann euch nur sehr empfehlen, die Stadt einmal zu Fuß zu erkunden. Mit etwas mehr als 360km² ist Montreal eher überschaubar und kann umso besser den Charme walten lassen.

Ebenfalls empfehlen kann ich euch Il Focolaio (1223 rue du Square-Phillips), ein super Italiener in Downtown Montreal mit einer ellenlangen Pizzakarte (siehe hier)! Meine Pizza Polpetta Di Mamma Anglina für $15,25 lege ich euch sehr nahe, und gute Yelp (4 Sterne) und Tripadvisor (4,5 Sterne) Bewertungen sprechen für sich! Genauso wie die Plateau Lounge im "W" Hotel (901 Square Victoria) ganz in der Nähe. Hochpreisige, aber sehr gute Cocktails und eine schöne, kanadische Atmosphäre. Die Bar ist verdammt gemütlich und lädt auch zum Verweilen mit einer größeren Gruppe ein - ist diese aber eher schlecht besucht, sieht es mit der Stimmung doch etwas mau aus. Snacks & Co. sind ebenfalls zahlreich vorhanden.

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Freitag, 31. Juli 2015

17:08 Uhr - Sorbet in der Hand, Sonne im Nacken und der wunderschöne Markt in Old Montreal vor uns. Hier und da treten Künstler auf, es herrscht ein wildes Treiben und die Glückseligkeit ist deutlich spürbar. Ebenso wie die Vorfreude auf den Clock Tower Beach, den wir Tags zuvor bereits entdeckten & der große Neugier geweckt hat:

markt montreal old montrealmarkt old montreal 
Clock Tower Beach, Rue Quai de l'Horloge, Oldport - $2 Eintritt (mehr bei speziellen Events) - es gibt mehrere 'chill areas', zwei super Bars, Musik, etliche Liegestühle und - für unseren Geschmack - wirklich gutes Essen. Die Stimmung und Atmosphäre ist einzigartig und wenn ich dort wohnen würde, dann hätte ich ganz gewiss ein Jahresticket. 

l'horloge clock tower beach

Samstag, 01. August 2015

11:22 Uhr - der Tag könnte besser nicht starten. Was wir da aufgetischt bekommen, erfüllt sämtliche Vorstellungen eines perfekten Brunchs und wird allen Empfehlungen mehr als gerecht! Diesmal besuchten wir das Bistro Tôt ou Tard um ordentlich bei einem Brunch und Sonnenschein zu schlemmen. Was Brunch #4, "Benedictines à la florentina", verspricht, kann ich euch gerne auflisten: 2 pochierte Eier, Focaccia, Spinat, Schinken, Schweizer Käse und Sauce Hollandaise mit Kräutern - yumm!! Dazu serviert werden außerdem sautierte Pilze, Bratkartoffeln, Speck, Schinken, Wurst, Marmelade, italienisches Baguette und Marmelade sowie eine volle, frische Obstschüssel und ein Pott Kaffee/Tee. Oh ja, DAS lässt definitiv keine Wünsche offen! Kaum zu glauben aber wahr - das kostete mich, inklusive Steuern etc. pp, lediglich $16. Der weitere Tagesverlauf konnte nur gut werden.
bistro tôt ou tard brunch Begleitet von den Klängen des Osheaga Festivals nutzten wir den Vor- und Nachmittag, um den Parc Jean Drapeau auf der Île Sainte Hélène näher zu erkunden. Auf dem Programm standen möglichst viel Natur, Erholung und einige schöne Stellen, um ein paar Landschaftsfotografien entstehen zu lassen. Dass dazu dann noch die erste, richtige Begegnung eines Bibers dazukam, hat natürlich noch einen drauf gesetzt ♥

la biosphère montreal parc jean drapeau ile sainte helene montreal landschaftsfotografie kanada montreal brücke fluss île sainte-hélène park montreal

20:22 Uhr und die Plätze in der 'ersten Reihe' im Clock Tower Beach sind mit Liegestühlen gesichert, Hot Dog und Shrimps mit Guacemole sowie ein Pitcher Sangria sind geordert - alles startklar für das Feuerwerk Festival!

22:00 Uhr - vom Freizeitpark La Ronde steigen hinter der Jacques-Cartier Bridge abertausende, bunte Lichter auf. Es knallt unentwegt, im Hintergrund läuft Musik von Madonna. Ja, der Tag ist definitiv perfekt abgerundet. Perfekter geht eigentlich kaum.

Das Finale des Montreal International Fireworks Competition erfüllt sämtliche Vorstellungen, die wir am Mittwoch zuvor nur erahnen konnten. Der internationale Feuerwerk Wettbewerb in Montreal ging in die letzte Runde - im Juli findet jeweils die größte Pyrotechnikveranstaltung dieser Art statt, beginnt immer 22 Uhr und gibt mittwochs sowie an Samstagen seit 1985 qualifizierten Ländern die Möglichkeit, ihr Können auf diesem Gebiet zu beweisen. 

Passende Plätze gibt es überall, die einen Blick auf den Austragungsort bieten. Im La Ronde Park selbst zahlt man $52-70 für einen festen Sitzplatz und die beste Aussicht mit abgestimmter Musik, kann für diesen Preis außerdem tagsüber auch den Freizeitpark besuchen. Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, kann ich allen voran den Clock Tower Beach am meisten empfehlen - auch hier läuft abgestimmte Musik, die Stimmung ist wunderbar und die Aussicht ist mindestens genauso toll, im Zusammenspiel mit der Brücke auf jeden Fall umwerfend schön. Desweiteren sind sämtliche Plätze um den Old Port empfehlenswert, sowie der Park Jean Drapeau (Blickrichtung La Ronde), die Jacques-Cartier Bridge, die ab 20 Uhr für den Verkehr schließt und das Rooftop des Auberge du Vieux Port

firework festival montrealjacques-cartier bridge montrealOhne Titel
feuerwerk festival jacques-cartier bridge montreal

Erneut konnte Montreal einen Tag voller Erinnerungen schaffen, den ich persönlich ganz gewiss so schnell nicht vergessen werde. Das weltbeste Brunch im Tôt ou tard, eine Erkundung des Parc Jean Drapeau mit wunderschöner Natur und der ersten 'echten' Biberbesichtigung meines Lebens, über eine Stunde fantastisches, eindrucksvolles Feuerwerk, nebenher ein Pitcher Sangria, super gutes Essen und ausgelassene Stimmung. Gewiss trug nicht nur das fruchtige spanische Getränk zur heiteren Glückseligkeit bei - der Tag war schlichtweg rundum gelungen.

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Sonntag, 02. August 2015

Auch wenn Montreal gefühlt unzählige Highlights zu bieten hat, war es uns in der einen Woche natürlich nicht möglich, all das abzuklappern - leider! Was wir uns jedoch ebenfalls nicht nehmen ließen, war der fantastische Ausblick über die Stadt von dem Namensgeber Mont-Royal, ein 233m hoher Bestandteil der Montérégie-Hügel.

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Trotz eigentlich eher überschaubarer Höhe war der Aufstieg nicht der einfachste - speziell bei hochsommerlichen Temperaturen (zumindest für kanadische Verhältnisse) und leerem Magen. Der wurde, oben angekommen und in Genuss des Blickes gekommen, allerdings schnellstmöglich wieder gefüllt. Am Morgen kauften wir im kleinen, aber bestens ausgestatteten Supermarkt wenige Gehminuten von unserem Apartment ein, um ein weiteres Häkchen hinter die To Do Liste für Montreal setzen zu können: genussvoll picknicken in einem der unzähligen Parks. Jener auf dem Mont Royal erschien uns dafür als perfekt, erwies sich nach einigen gemütlichen Stunden und zahlreichen Besuchen von niedlichen Eichhörnchen auch als eine super Entscheidung.

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Bestens gestärkt ging der Abstieg mindestens doppelt so einfach von dannen und wieder im Apartment angekommen war es auch fast schon wieder an der Zeit, das nächste Festmahl vorzubereiten. UND ein weiterer Teil der To Do Liste sollte ebenfalls nicht unerledigt bleiben: die apartmenteigene Terrasse einweihen. Gebührend mit Rindfleisch, Möhren in allen erdenklichen Farben, Gemüsespießen, selbstgemachtesn Baguette, frische Kräuterbutter und Nudelsalat. Dazu ein kühles Bier und wieder zählen wir einen Abend, der den Tag perfekt abrundete.

Übrigens - Montreals Supermärkte scheinen eine Auswahl zu beherbergen, von denen man in Deutschland teils nur träumen kann. Selbst die allerkleinsten. Unser  Marché Richelieu (3795 Rue Saint-André) direkt ums Eck hat so eine tolle und preiswerte Auswahl, dass das Einkaufen echt zum Vergnügen wird. So gutes Fleisch, dass man sich dem Gang zum 'Butcher' spart (direkt aus Montreal und vom Morgen, nichts von wegen überlagert oder sonstige Sorgen), super tolles Gemüse und Obst, Getränke, Croissants, Gebäck & alles was das Picknickherz begehrt sowie Verpflegung für die kommenden Tage; für 70 kanadische Dollar, und das für top Produkte!

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Montag, 03. August 2015

Der Montag begann mit einem Hauch Wehmütigkeit - der letzte Tag, der voll und ganz ausgenutzt werden konnte (und wurde), stand an. Letzte Einkäufe, ein Abschlussabendessen (von der ganzen Reise, schnief!), und ein wenig Tradition standen auf dem Plan. Letzteres fanden wir im Viertel Mile-End bei St.-Viateur Bagel (263 Rue Saint Viateur) - die erste von inzwischen mehrfachen Bagel Bäckereien (darunter drei Cafés, unter anderem in der Avenue du Mont-Royal), dessen Geschichte bis ins Jahr 1957 und den Gründer Myer Cenkowicz, der einst durch die Vereinigung Jewish Immigration Aid Services of Canada nach Montreal kam, zurückzuführen ist. Die Traditionsbäckerei bietet alle erdenklichen Sorten in Form von köstlichen Bagels an - schaut auch mal hier bei der Webseite vorbei.

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Außerdem war ich am Ende des Tages stolze Besitzerin einer Kette mit einem Original Jade-Edelstein aus Kanada, einer flauschigen Jacke die ich nie mehr hergeben möchte sowie einem kleinen Silberarmband mit Steinchen und Montreal als Insel eingestanzt. Hach ja, ich liebe Erinnerungen in Form von Mitbringseln.

...mindestens genauso sehr wie gutes Essen, gute Getränke und Abende, die einer grandiosen Reise würdig sind. Ein gelungener Abschluss bescherte uns die Rooftop Terrasse, inklusive einem schönen Blick über Old Montreal, des Hotel Place d'Armes (Terrasse 701, 59 St.-Jacques). Mit einer ordentlich bestückten Platte namens 'La Planche du boucher' für $20 sowie einer guten Anzahl an Getränken stimme ich der top Bewertung auf Tripadvisor (4,5 Sterne) soweit zu und es schmerzte auch kein bisschen, dafür inklusive Trinkeld und Steuern noch einmal ca. $80 zu blechen.

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Dienstag, 04. August 2015

Die letzten Stunden in Montreal vor Abflug waren prall gefüllt. Noch einmal alles auskosten, ehe die Reise schon wieder allmählich ihr Ende findet...

11:39 Uhr - der Tag wurde so begonnen, wie der vorherige endete. Mit gutem Essen. Diesmal durfte es das Traditionsgericht schlechthin sein: Poutine! Die Kombination aus Pommes, Gravy, Cheddarflocken und Bacon mag zwar erst einmal ungewohnt klingen, schmeckt aber fantastisch. Wirklich! Nach ein wenig Recherche bezüglich des besten Poutine der Stadt stoß ich unter anderem auf das L'Entrepôt Mont-Royal (1019 Mont-Royal Avenue East), gerade mal die Straße hoch und links ab von unserem Apartment. Das Beste daran: nicht nur, dass die Speisenauswahl z.B. mit potato skins, Poutine, dumplings, etlichen Dips, Salaten, Tortillas, Sandwichen, Pasta, Burger & Co. keine Wünsche offen lässt - es ist auch noch ein sogenanntes $5 Restaurant. Ist wirklich so gut, wie es klingt - alle Gerichte für $4,95! Die Cocktails sind obendrein ebenfalls super gut und sehr günstig. 
Für 2 Cocktails und 2x Poutine bezahlten wir rund $25, von Tripadvisor gibt es für dich amerikanisch-kanadische Bar 4 Sterne, von Yelp ebenfalls & von mir beide Daumen nach oben!!

poutine l'entrepôt mont royal montreall'entrepôt mont royal montreal kanada 5 dollar restaurant

14:16 Uhr und die folgenden Stunden gehören ganz dem Part, von dem ich euch hunderte Fotos zeigen könnte. Der Parc Olympique schrieb nicht nur Geschichte, sondern ist mit dem angrenzenden Angebot ein perfekter Zeitvertreib und absolut beeindruckend. Auch wenn man nicht vergessen darf, dass der Bau dessen für die olympischen Sommerspiele 1976 der Stadt 30 Jahre Schulden einheimste, genossen wir jede Sekunde. Nahezu jede Tafel ziert die Namen der drei Erstplatzierten, die Sowjetunion, DDR und USA, die Flaggen wehen in voller Pracht, ein futuristisches Gebäude reiht sich an das Nächste und man weiß gar nicht so recht, wo man als erstes hingucken soll.

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Trotz der verlockenden Vielfalt an Angeboten (Biodôme, Planetarium & Botanischer Garten inkl. Insektarium für je $19,75 Erwachsene, $14,50 Kinder - je mehr Attraktionen, umso mehr kann man sparen) war uns schon Tage zuvor klar, dass dem legendären Jardin botanique ein Besuch abgestattet werden musste. 22,000 Pflanzenarten in mehr als 20 Themengärten auf über 75 Hektar sowie das Insectarium, welches mit 250,000 lebendigen und ausgestellten Spezies eines der größten Nordamerikas ist, sollten das Ende unseres Aufenthalts in Montreal einläuten lassen.

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Mittwoch, 05. August 2015

"Lebe wohl!" zu sagen ist nie einfach - zu nichts und niemanden. Wenn das Herz an eine Stadt so schnell verloren wurde, wie an Montreal, dann kommt da noch ein erheblicher Schwierigkeitsgrad dazu. Immer wieder fielen Worte wie "Wenn ich es mir vorstellen könnte, irgendwo weit entfernt zu leben, dann in Montreal". Auf beiden Seiten - immer mal abwechselnd, mal ich, mal meine Schwester. Die Stadt ist so charmant, so groß und vielfältig und doch so klein. Ich liebe die Mentalität und das willkommene Gefühl von Geborgenheit, die Natur und die Architektur, die zahlreichen Parks, die tolle Versorgung und all diese kleinen Dinge, die Montreal einzigartig machen. Ich danke dir herzlichst für eine fantastische Zeit, für eine so unglaubliche letzte Woche und ich hoffe so sehr, dich ganz bald wieder besuchen zu dürfen, liebes Montreal!

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Von Frankfurt am Main nach New York City, von New York City nach Fort Lauderdale - mit dem Bus nach Miami, mit einem weiteren nach Miami Beach. Von Miami Beach mit dem Bus nach Orlando, von Orlando nach Montreal und von Montreal über Toronto und wieder zurück nach Deutschland. Es war eine absolut unvergessliche Lebenserfahrung, gewiss mit die besten und intensivsten 3 Wochen meines Lebens. Auf ganz ganz bald, dass ich all diese wunderbaren Orte - und noch vieeeel mehr - so schnell wie möglich wiedersehen kann. Es war fantastisch.
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