22. Januar 2016

{I love} New York City - Warum ich diese Stadt so bewundere

In den bisherigen Posts über New York City fiel es mir jedes Mal erneut schwer, nicht vor Emotionen überzusprudeln. Auch jetzt bin ich mir nicht wirklich sicher, ob es nicht doch ein bisschen ausartet - denn die Liebe zu dieser Stadt existiert ganz gewiss. Ganz gleich, ob nun (zumindest ab und an) tiefster Winter ist, ich mich auf dem Bett auf meiner wunderbaren New York Tagesdecke (perfekt für Interior Posts, yej! Danke Weihnachtsmann!) in zehntausend weiteren Decken einkuscheln muss oder ob der Urlaub inzwischen nun gut ein halbes Jahr her ist - es fühlt sich noch immer an, als wäre es erst gestern gewesen. Und wie ich mich dabei so gefühlt habe, werde ich - unter größten Bemühungen, nicht irgendwelche Textausmaße zu sprengen - probieren, hier und jetzt in Worte zu fassen. 

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New York City also. Bei der Planung unseres Urlaubs (okay, meiner Vorstellung von Plänen, meine Mitreisende aka Schwester "musste" sich diesen fügen) waren zwei Dinge ganz klar - a) es müssen einfach mehrere Orte sein, die wir in den drei Wochen erkunden und b) New York soll dabei sein. Irgendwie aus Klischeegründen, irgendwie aus Neugier, und vielleicht auch irgendwie aufgrund von Filmen und Serien, die diese verrückte Stadt einfach immer und immer wieder schillernd, verlockend und schlicht und ergreifend als den "Place to be" darstellen. Für mich gilt: ist erst einmal etwas Klischee, sind meine Erwartungen zwar hoch, aber ich erwarte nicht, dass es mich so packt wie praktisch eine breite Masse von Meinungen vorschreibt. 

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Wovon ich aber ganz gewiss überzeugt war: dass es schöne Fotomotive geben würde. Mindestens solche, die sich für Instagram gut machen - denn, hey, immerhin kennt New York jeder. Also wirklich jeder, wahrscheinlich auch so ziemlich jedes Motiv, was im Endeffekt auch einen Platz auf meinem Account fand. Was für mich aber nicht so gewiss war, oder worauf ich mich nicht eingestellt habe: dass die Stadt mich so packen würde, dass ich diese Zeilen nun mit mächtig Fernweh und dem großen Drang, bald wieder dort zu sein, niederschreibe.

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Filme und Serien hatten eben doch Recht behalten. Während ich vor einigen Jahren sagte, dass ich kein großes Interesse an der USA beziehungsweise New York hätte, entwickelte sich nach und nach immer mehr der Wunsch, es mit eigenen Augen zu sehen. Könnte ich verleugnen, dass Szenen wie von Gossip Girl oder How I Met Your Mother dazu beigetragen haben? Ich denke nicht. Wie mein Smash Book Träume-Eintrag von 2012 beim letzten Durchblättern offenbarte, ich zitiere: "New York - die Stadt, in die ich reisen möchte. Am liebsten möglichst bald. Ganz bestimmt möglichst bald." Ich musste ja schon ziemlich doll grinsen, als ich das gelesen hab. Dass es da steht, geriet irgendwie in Vergessenheit - umso schöner der Moment der Freude und Erfüllung, dass dieser Wunsch, dieser Traum tatsächlich wahr geworden ist. Den Beweis findet ihr übrigens hier.

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Der Central Park war übrigens das Flecken, wovon ich explizit konkrete haargenau ausgefeilte Vorstellungen hatte - wieso auch immer, aber ich malte es mir immer und immer wieder vor meinem inneren Auge aus. Könnte Grund genug sein, dass ich ausgerechnet jene Bilder für einen Post dieser Art wählte - doch summa summarum liegt es einfach daran, dass ich ganz besonders eben dieses Fleckchen liebe. Ich liebe, liebe, liebe den Central Park! Wenn mich jemand fragt, was New York City am besten verkörpert, liegt die Antwort auf der Hand. Zumindest für mich. Der Central Park! Und davon bin ich felsenfest überzeugt. 

Viel zu wenig Zeit konnte ich dort verbringen. Doch die paar Stunden, in denen ich Momente dort genießen durfte, waren wirklich unglaublich schön. Der Park ist schlichtweg zu groß, um bei unserem straffen Programmplan alles davon zu sehen, und auch an jeder Ecke so lange zu verweilen, wie man es am liebsten wollen würde. Wenn es nach mir ginge, hätte ich jeden Tag dort sein können. Meinetwegen auch den ganzen Tag. Immer mal hier, mal da - an jeder Ecke. Wenn es dann noch eine Woche für andere Aktivitäten neben dem Central Park obendrauf gäbe, natürlich!.

Jetzt aber kurz und knapp, was das besondere ist, was es letztendlich für mich zu einem der Highlights dieser Woche machte und was im Endeffekt auch Gründe dafür sind, wieso man NYC als Central Park zusammenfassen kann: Es ist groß, überdimensional, besonders. Wie New York. An jeder Ecke ist was los - hier eine Hochzeit, da entspannt auf einer Bank sitzend Bibo, Elmo und das Krümelmonster (seht ihr? seht ihr!), abwechslungsreiche Natur mit schattigen Plätzchen und Örtchen, die zum Verweilen und Entspannen einladen, Attraktionen ohne Ende, rundherum imposante Hochhäuser - ich bin immer noch beeindruckt und es lässt nicht nach. Ein Reiz jagte den nächsten - erst die Faszination, dass da mittendrin ein Freizeitpark ist, dann der kostenlose Tanzunterricht, und als Highlight, das Sahnehäubchen des Central Park Tages das kostenlose SummerStage Festival. Wir tanzten mit Einheimischen einen Tanz, den scheinbar dort jeder kennt (wir jetzt auch, ha!), genossen den lauen Sommerabend und gingen irgendwann verschwitzt und vom Hunger getrieben gen Taco Bell...

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So. Jetzt aber genug Umhergeschwafel und von Sehnsucht geplagte Worte über das bunte aber gleichermaßen ruhige Treiben des Central Parks - meine Eindrücke so kurz zusammengefasst, wie es jemanden wie mir möglich ist, der sich einfach nicht kurz fassen kann. Here we go!

Das Besondere an New York City
Der Mix aus Allem. Kultur(en), Natur, Großstadtflair, imposanter Architektur, Plätzen, die aus gutem Grund weltbekannt sind, der Möglichkeit, sogar mal eben an den Strand zu fahren, den Gegebenheiten, einfach all das zu haben, was man sich von einem Städtetrip wünscht: zahlreiche Fotomotive, eine viel zu große, gute Essenauswahl, beeindruckende Museen, Ikonen von Sehenswürdigkeiten, nie nie nie aufkommende Langeweile. Nie!
Wieso ich es so liebe
Man ist verzaubert und überzeugt. Es ist schwer für mich mir vorzustellen, dass Jemand nichts an New York findet, was einem gefällt. Wir waren nicht in vielen Museen, waren nicht einmal (!) shoppen und haben uns nie "unnötig" lange irgendwo aufgehalten - und waren dennoch immer auf Achse. Die Stadt pulsiert, bietet Möglichkeiten und ist so surreal, dass es sich wie ein fantastisches Erlebnis anfühlt.

Meine Highlights
Der erste Moment, als ich auf die 86. Terrasse des Empire State Buildings heraustrat und die Stadt unter mir in vollster Pracht erscheinen sah. Das Lichterglitzern von oben am Abend, ganz egal ob ESB oder Rockefeller Center. Die U-Bahn Fahrten, in denen immer was los war, bei denen man jedes Mal was zu lachen hat oder etwas sieht, was begeistert. Das ist New York, dachte ich mir immer wieder. Und ich bin so unglaublich dankbar, sowas alles selbst erlebt haben zu dürfen. Dann natürlich, surprise surprise, die Parks wie der Bryant Park oder Central Park. Nicht zuletzt mein Geburtstag - seht ihr dort oben das Foto, auf dem mir der freundliche Mann eine Kette umlegt? Das entstand in dem the one and only Tiffany Flagstore in der 5th Avenue, in dem ich zu meinem Geburtstag eine Kette bekam, die mit Erinnerungen bestückt so viel mehr wert ist, als einzig und allein Kaufpreis.

Welche Vorstellungen ich (& New York) erfüllen konnte
New York City von oben sehen! Ganz klar, das ist ein Muss. Einen New York Cheesecake im Central Park essen stand auch ganz weit oben auf der Liste - check! Mit der Statue of Liberty posen - check! Richtig gute Burger essen - naja, soweit ich das beurteilen kann, waren die super - check! Direkt in den ersten paar Stunden, selbstverständlich. Einmal wollte ich außerdem richtig gut Essen gehen - auch das haben wir getan, ganz schick und unglaublich lecker. Mehr dazu aber im Travelguide! Ganz ehrlich? Irgendwie hatte ich auch das Bild von Flashmobs vor Augen, warum weiß ich selbst nicht so genau. Ich verdächtige die Hollywoodtraumfabrik. Irgendwie hatte ich sogar sowas - im Central Park, als jede Menschenseele den gleichen Tanz ablieferte. Nicht genau ein Flashmob, aber irgendwie auch besonders.

Enttäuschungen?
Hmm, es geht zwar in diesem Post darum, wieso ich New York so gerne mag - aber die Kehrseite gehört ebenfalls dazu. Das Problem daran: ich hatte keine negativen Erfahrungen. Soweit kam es einfach nicht. Ich bin davon überzeugt, dass diese Stadt solche Seiten zu bieten hat - nur kamen wir mit solchen nicht in Berührung. Sicher, es wäre schon toll, ein tolles Hotelzimmer mitten in Manhattan zu haben - doch das sind dann wohl eher Luxussorgen.

Was ich unbedingt noch erleben möchte
Ich möchte mehr Museen sehen - das steht ganz oben auf der Liste. Wirklich jetzt. Es gibt noch so viele Gemälde, die in NYC ansässig sind, die ich gerne sehen würde... Doch das haben wir zeitlich nicht sehr vorteilhaft ins Programm bekommen. Ich würde Brooklyn gerne mehr entdecken, gaaanz viele tolle Restaurants besuchen, endlich das perfekte Rooftoprestaurant/eine tolle Rooftop Bar finden, brunchen gehen, Gossip Girl und HIMYM Sets wiedererkennen, viel mehr Zeit im Central Park verbringen, einen Film unter freiem Himmel sehen (Bryant Park zum Beispiel), die Brooklyn Bridge vernünftig fotografieren, das New One Trade Center besuchen,... uff. Ich könnte ewig so weiter machen. Meine Liste ist mit dem Besuch nicht kürzer geworden - eher eindeutig länger!

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Von "Naja... New York reizt mich jetzt eigentlich nicht so" über "Wäre ja schon mal interessant" zu "Ich möchte so gerne mal nach New York!" und der Erfüllung dieses Traums. Ich kann Leute nun bestens verstehen, wenn sie sich in diese Stadt verlieben. New York City ist eine der Städte schlechthin, Und ich denke, dieser Post hat eines ganz besonders rüber gebracht: ich habe mich in diese Stadt verliebt, und stehe dazu. Jedoch gibt es noch so unheimlich viel zu sehen, probieren, fotografieren, dass ich es mir sicher nicht nehmen lassen werde, in den nächsten Jahre erneut dorthin zu fliegen. Ganz bestimmt nicht.

Bevor ich euch im kommenden Travelguide meine Favoriten und Empfehlungen vorstelle, würde ich gerne konkret von euch wissen: Wie steht ihr zu New York City? Was halt ihr von dieser Stadt? Seid ihr selbst schon dort gewesen, oder würdet gerne einmal dorthin?

Kommentare :

  1. Deine Begeisterung für New York ist richtig ansteckend :) Vor ein paar Jahren habe ich auch noch gedacht, mich interessiert diese Stadt eigentlich gar nicht besonders und ich konnte den Hype aller die dort waren nicht zu ganz nachvollziehen. Aber inzwischen würde mich new York richtig reizen, keine Frage.

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  2. Ich kann Charlotte nur zustimmen, das ist echt ansteckend. Schön, dass du die grüne Seite von New York zeigst. Im Central Park würde ich auch gerne mal spazieren gehen.

    Ja die Fotomöglichkeiten sind im Winter echt unglaublich. Ich hoffe, das war noch nicht der ganze Schnee für dieses Jahr. Aber momentan sieht es aus als ob der Frühling vor der Tür steht. :(

    Hm ich drücke dir die Daumen, dass du das Problem lösen kannst. Meine Bildschirmauflösung ist 1366 x 768 Pixel und ich benutze Mozilla Firefox.

    Liebe Grüße
    Maren

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