29. Dezember 2015

..and a happy new year!

"For last year’s words belong to last year’s language, and next year’s words await another voice. And to make an end is to make a beginning."



Ja, es war wirklich unglaublich. Unglaublich ereignisreich, preisintensiv, bestückt voller Momente, die ich so schnell nie wieder vergessen werde. 2015 ist und bleibt ein Jahr, an das ich mich auch 2045 noch detailreich erinnern werde – davon bin ich überzeugt!
Ich durfte das Jahr mit einer wichtigen Person fortsetzen, die Ende 2014 einen festen Platz in meinem Leben gefunden hat. Höhen und Tiefen erleben, allein oder gemeinsam mit lieben Menschen, die mir unheimlich wichtig sind. Ich konnte das Glück genießen, das fünfte Jahr in Folge in meiner liebsten Stadt tolle Tage zu verbringen, in Zweisamkeit und bei einem Konzert, welches definitiv nun zu meinen Favoriten derer gehört, die ich bisher bereits erlebt habe. Ich reiste um die Welt, erfüllte mir endlich den Traum, Nordamerika zu erleben und habe gleichzeitig das erste Mal den heimischen Kontinent verlassen. In Binz konnte ich meine noch intensiver entfachte Fotografiewut austoben, mich verbessern, neues Equipment ausnutzen...

...und jetzt sitze ich hier, schreibe diesen Text kurz vor Neujahr nieder, und bin glücklicher denn je, wenn ich so auf das Jahr zurückblicke. Die Wüste zur einen Seite, den Atlantik zur anderen - nachdem wir wunderbare Erlebnisse in Windhoek erleben durften, sind wir derzeit in Swakopmund, bald geht die Reise weiter zu einer Farm, auf der wir ordentlich in das neue Jahr hineinfeiern werden.

Zwei neue Kontinente bereist, viele neue Erfahrungen gesammelt, die Bindung zu einem und natürlich (hoffentlich) vielen anderen Menschen gestärkt und ich habe so einiges genossen, was mich unheimlich glücklich macht. Von Reisen über Konzerte und Festivals bis hin zu dem Fakt, dass ich nun, neben so einigen anderen kleinen aber feinen Anschaffungen, seit kurzem die 7D von Canon mein Eigen nennen darf. Ja, und auch das macht mich glücklicher denn je. 2015 war eine absolute Bereicherung, natürlich auch mit Tiefen, die mein Leben mit Sicherheit prägen werden - aber über diese kann ich locker hinweg sehen, denn all das Positive, Schöne überwiegt ganz eindeutig.


Selbstverständlich soll es nicht nur um mich und meine Erlebnisse gehen. Ich möchte auch die Gunst der Stunde nutzen, um ein paar Worte über den Blog zu verlieren - denn der kam dieses Jahr eindeutig zu kurz.

Und dafür möchte ich mich entschuldigen!

Doch es war mir nicht anders möglich. Ich hatte eine große Reise vor mir, die von der Dauer an sich natürlich ein ganzes Weilchen ging, auf der anderen Seite aber auch viel Planung abverlangte. Ebenso gab es gegen Mitte/Ende des Jahres einen kleinen Tiefschlag, auf den ich aber gar nicht genauer eingehen möchte. Stress hier und da, größere und kleinere Reisen,.. Irgendwie summiert sich das dann irgendwann - und die Zeit wird rar, speziell für das Internet und virtuelle Dinge.

Doch wisst ihr was? Ich habe mich irgendwann damit abgefunden. Mir keinen Stress gemacht und versucht, nicht zu viele Gedanken daran zu verschwenden, dass jetzt vielleicht zu lange nichts mehr kam. Es ging schlichtweg nicht anders. Doch im Endeffekt habt ihr immer wieder bewiesen, dass es irgendwie in Ordnung geht - seid da geblieben, habt Verständnis gezeigt, und habt so viele liebe Worte niedergeschrieben, von denen ich teilweise sogar mal ein bisschen Pipi in den Augen hatte.

Daher gilt es jetzt nur noch zwei, halt, nein drei Dinge zu sagen - zuerst: DANKESCHÖN! Ohne Leser wäre ein Blog, auch Wonderblue, nie das, was es ist. Und ich kann mir ein Leben ohne die tolle Blogosphäre einfach nicht mehr vorstellen. Zweitens - ich hoffe so sehr, dass ich den Plan in die Tat umsetzen kann, alles wieder ein bisschen regelmäßiger zu verwirklich.. und.. außerdem hab ich noch sooo viele Ideen - das muss was werden! Nicht zuletzt noch ganz viele Posts von Nordamerika und jetzt auch noch Namibia!

Nun aber zur eigentlich wichtigsten Sache dieses Posts: 
Ich hoffe natürlich, dass 2015 für euch mindestens genauso toll war wie für mich war. Voller Erlebnisse, schönen Momente und eine großartige Motivation, um im kommenden Jahr genauso durchzustarten. Denn für 2016 wünsche ich natürlich nur das Allerallerbeste - ganz viel Erfolg, unvergessliche Augenblicke, viele schöne Momente mit den Lieben und dass ihr all das umsetzen könnt, was ihr euch dafür vorstellt. Denkt an die guten Vorsätze ;-)

12. Dezember 2015

{A North-American Journey} Top of the Rock & Times Square - NYC/V

Bereits in diesem und diesem Post habe ich zu Genüge davon gesprochen, wie sehr mich der erhöhte Ausblick auf Manhattan in, the one and only, New York City fasziniert. Vor allem, wenn es allmählich zu dämmern beginnt. Tausende Lichter hinter denen sich interessante Geschichten oder nur leere Büros befinden, bei denen das Licht an bleiben muss. Der Times Square als auffällig heller Lichtfleck. Flugzeuge aus jeder Ecke, Autos in jedem Winkel. Hier und da eine Sirene, Gehupe.. und doch irgendwie angenehme Stille und Ruhe, wenn man das rasante Treiben von oben herab betrachtet. Da vergisst man ganz schnell mal all die Menschen um einen drumherum - ganz besonders dann, wenn man eine so einmalige Sicht auf das Empire State Building hat, und das von drei Etagen aus.

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Auch diesmal möchte ich probieren, mehr Bilder als Worte wirken zu lassen. So zumindest der Plan. Was am Ende rauskommt, wird sich im Laufe des Prozesses zeigen - denn hier und da werde ich es mir sicher nicht nehmen lassen können, ein wenig in Schwärmereien auszuarten. Denn ganz egal, ob wir eine ähnliche Aussicht vom Empire State Building direkt zu Beginn bereits hatten - es ist und bleibt umwerfend, so etwas zu sehen. Und ein anderer Turm kann auch doch eine ganz andere Sicht sein, wie die Bilder bestens beweisen. Das Gefühl war aber mindestens genauso umwerfend - mit dem Fahrstuhl hinaufbrausen, aussteigen -- überwältigt sein. Sonnenuntergang, ansetzende Dämmerung, abertausende Lichter und diese Emotionen, die man kaum beschreiben kann, und die vor allem eines sind - für die Ewigkeit. Denn auch diese Aussicht kann und werde ich schlichtweg nie mehr vergessen. Diese Erfahrung möchte ich für nichts in der Welt eintauschen!

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Eigentlich ist New York in der ganzen Pracht, die die Stadt zu bieten hat, zumindest für ein Dorf- und Kleinstadtkind wie ich es ursprünglich bin, eine einzige Reizüberflutung. Gefühlt jede Ecke hat etwas zu bieten. Ein massiger Verkehr, bei dem man niemals Verkehrszähler sein möchte, eine unzählige Auswahl an Läden und Restaurants, die es einem schwer machen zu entscheiden, wo man nun am besten sein Geld lassen kann, und allgemein so viel Raum mit noch viel mehr gegebenem Inhalt, dass eine Woche einfach nicht genügt.

So. Das zu New York. An vielen Ecken was los - ich denke, das ist ein Eindruck, den man auch schon hat, bevor man dort war. Auch vom Times Square, keine Frage.

Ist man aber einmal dort... nun ja, was soll ich sagen? Wird es dem Eindruck dann doch nicht mehr gerecht. So ein Ausmaß kann man sich schlichtweg nicht erträumen! Es blinkt, blitzt, hupt, bewegt sich in Massen oder staut sich in Massen, es ist hier laut, da laut, überall Geschäfte, die bis in die Ewigkeit offen sind... Nein, ich wusste definitiv nicht, wo ich zuerst hingucken sollte. Es war eine Reizüberflutung - aber irgendwie auch unheimlich faszinierend.

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Dieser Tag, von dem ich euch hier und jetzt meine fotografischen Eindrücke zeigte, war ganz eindeutig einer dieser, die sehr markant in meinem Gedächtnis bleiben wird.

Erst diese gigantische Aussicht vom Top of the Rock des Rockefeller Centers, dann das erste und bisher leider letzte Erlebnis vom Times Square bei Nacht. Die Tourisicht von New York City durch und durch - das aber auch irgendwo zurecht. Man muss es einfach mal gesehen haben.

Jene Eindrücke und Reizüberflutungen waren dann auch die letzten, die wir von New York erhielten, ehe die Reise weiter Richtung Süden fortgesetzt werden sollte. Bevor ich euch aber davon bebildert berichte, wird es noch einen Post geben, wieso ich mich so in New York verliebte habe und in was genau, sowie einen ausführlichen Travelguide. Also - das war noch lange nicht alles!

28. November 2015

{A North-American Journey} Statue of Liberty, Staten Island, Manhattan & mein Geburtstag - NYC/IV

Achtung! Es könnte eine unverhoffte Welle an Bildmaterial und Sentimentalität auf dich zukommen.
Doch die Warnung kann dahingehend abgemildert werden, dass du dich am besten gemütlich auf einen beliebigen Untergrund niederlässt, tief durchatmest, und dich für die Flut wappnest - die Welle kann überrumpeln, zu Reizüberflutungen führen und eventuell auch ein Quäntchen Fernweh auslösen, doch sie ist ungefährlich für den umsichtigen Nutzer, der diese vor dem Bildschirm auf sich zukommen lässt.

Die Welle ist lang, andauernd und geht von Staten Island aus über das Ufer von Manhattan, pausiert dort einen Tag, steuert Lady Liberty und die Liberty Island an, um dann wieder nach Manhattan zurück zu schwappen. Ja, ganz normal so, und sehr natürlich. Also, ihr seid alle vorgewarnt? Dann kann es ja losgehen! 

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Nachdem wir am Vortag meines Geburtstages bereits versuchten, mit der Fähre die gute, alte (lasst sie das bloß nicht hören!) Lady Liberty zu besuchen, machte uns unsere Kunst der Zeitplanung einen Strich durch die Rechnung. Klar, wer lesen kann ist deutlich im Vorteil - aber wer kommt denn auf die Idee, dass die letzte Fähre bereits so früh am Nachmittag fährt? Also wurde dieser Plan auf den 20. Juli verschoben. Auf den Hinweis eines freundlichen Aufsehers hin entschieden wir uns dann trotzdem dafür, eine Abkühlung durch Fahrtwind und Wasser zu genießen - und das sogar ganz kostenlos, mit einer Fahrt nach Staten Island.

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Ja.. also.. Staten Island hat auf jeden Fall schon mal eines: eine wunderbare Aussicht auf Manhattan!! und schicke, große Häuser (oder sie kamen uns nur so groß vor, da wir Bauten aus Manhattan und Brooklyn gewöhnt waren)! Mehr gesehen haben wir allerdings nicht wirklich. Nachdem wir zu viel Zeit damit verbrachten, verzweifelt den Strand zu finden, den ich zur Abkühlung auswählte, gaben wir es dann irgendwann auf. Später mit einer Erfahrung mehr, dass wir an das falsche Ende fahren wollten, der Strand aber direkt dort in der Nähe war, wo wir mit der Fähre ankamen. Sehr clever. Pünktlich zum Sonnenuntergang war uns dann aber dennoch ein toller Blick gegeben, der das alles irgendwie wett gemacht hat. Und, seien wir mal ehrlich - solche Patzer braucht es doch, um später interessante Geschichten zu erzählen. So wurde also Dämmerung bis Dunkelheit genossen, bis es dann wieder zurück gen Apartment ging.. der nächste Tag war schließlich ein ganz wichtiger ;-).

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Okay, ja. Ich gebe es zu. Ich bin dieser Typ Mädchen, die an ihrem Geburtstag gerne mal Prinzesschen spielt und das volle Programm braucht. Ein Hoch an dieser Stelle auf meiner Schwester, die das in Anwesenheit auch alles immer so mitmacht! Und eigentlich ein Hoch auf alle meine lieben Mitmenschen, die mir auch jedes Mal das Gefühl geben, eben dieses Prinzesschen zu sein. Hach ja, Geburtstage... ich liebe sie. Vor allem in New York! Kann das jetzt bitte jedes Jahr so sein?!

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Anhand dieser ersten Bilder eigentlich unschwer zu verkennen - am nächsten Tag haben wir es dann doch noch zur Statue of Liberty geschafft. Auch dieser Tag war wieder unglaublich heiß (der Wettergott meinte es wohl ZU gut mit mir), der abkühlende Fahrtwind besser und angenehmer denn je. Eventuell bin ich auch mal in Springbrunnen gerannt.. aber das bleibt verheimlicht, ist nämlich nicht Prinzessinnenhaft!
Die Freiheitsstatue beziehungsweise Fahrt dahin verspricht das, was es auch halten kann - eine wuuuunderschöne Aussicht, eine tolle und informative Fährfahrt und ein Rundumblick auf die Lady Liberty aus geringster Ferne. Ich kann mich wirklich nicht beschweren, dass dieses Erlebnis teil meines Geburtstages wurde!

Was man sich natürlich auch nicht nehmen lassen konnte (ich schiebe es darauf, dass meine Schwester ihren Selfiestick testen wollte), waren Selfies mit der Miss Liberty. So mit "Lady Libertyyyyyy" rufen, in die Luft springen, Arme freiheitsmäßig in die Luft schmeißen und, eh, ja... Auf manchen Bildern wirklich sehr merkwürdig gucken gehörte scheinbar auch dazu.

Ich hätte also beides im Angebot - waschechte Touriselfies die man geradeso der Öffentlichkeit zeigen kann und solche, bei denen man es besser nicht tun sollte. Welche wollt ihr sehen? Beide?
Eine Wahl habt ihr nun eh nicht mehr. Die Bloßstellung ist zu spät. Spätestens jetzt wird euch die Welle wohl mit geballter Kraft treffen, doch im Endeffekt.. ich gestehe ja, dass ich einfach nur sehr gerne über mich selbst lache. Ich hoffe, ihr könnt es auch ;-)

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Nachdem wir Goodbye zu unserer neuen Freundin sagten, zerrte mich meine Schwester dann hektisch durch U-Bahn Stationen und Straßen. Nachdem wir am Morgen, oder eher zum Mittag, ausgiebig brunchten, war es nach dem Besuch auf der Freiheitsinsel dann doch schon etwas später am Tag. Was ich wusste: Läden würden wohl bald schließen, das könnte ein Grund für ihre Hektik sein. Was ich nicht wusste: dass sie mich in den one and only Tiffany Store lotsen würde, damit ich mir dort ein Geschenk aussuchen kann. Hach, die Augen glitzerten. Und auch jetzt bin ich immer noch unheimlich glücklich, wenn ich mein neues Schmuckstück um den Hals tragen kann - sie erinnert mich an diese unglaubliche Reise, den tollen Geburtstag und an meine Schwester.

Als dann der Ladenschluss und dessen Schließung erfolgreich von uns aufgehalten wurde (zwei Gründe: wir waren eine viertel Stunde vor Schließung da und ich habe ein prägnantes Entscheidungsproblem), machten wir uns auf zum Schlemmen. Da es unbedingt ein Rooftop sein sollte (wünschte ich mir & wusste sie ebenfalls), war diese Entscheidung nicht ganz so einfach, denn das, was sie auswählte (und was letztendlich auch mein Favorit war), war kein richtiges Restaurant, denn das befand sich am Boden, sondern 'nur' eine Bar. Trotzdem toll, aber zum satt werden unpassend.
In der Nähe fanden wir dann doch noch die passende Location - nicht sehr hoch, aber ein Hochhaus. So viel kann ich verraten. Genauso wie den Fakt, dass das Ambiente urgemütlich war und das Essen fabelhaft schmeckte! Aber dazu später, in einem separaten NYC Guide, mehr!


Immer wieder wenn ich die Bilder dieser Reise sehe, bekomme ich unheimlich starkes Fernweh. Auch jetzt möchte ich euch erneut diese Stadt ans Herzchen lege - was genau ich daran so mochte, was vielleicht eher weniger, bekommt ebenfalls noch einen abschließenden Post. Auch wenn ich mir keinen "I ♥ NYC" Touripullover kaufte, hätte ich diesen dennoch mit Stolz getragen. Echt jetzt! Denn ich liebe New York tatsächlich...
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